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Jack Russell Terrier

 

 

 

Der Jack Russell Terrier – eine neue Rasse?

Der nachfolgende Beitrag enthält einen kurzen  Abriss zu der Entwicklung und den wesentlichen  Merkmalen der Rasse. Genauere Informationen zu  Eigenschaften und Erscheinungsbild der Rasse findet man in der vorhandenen Fachliteratur. Der offizielle Rassestandard ist auf der Homepage des Fördervereins Jack Russell Terrier im KfT (sh. Links) nachzulesen. 

 

 

Neu ist diese Rasse nur in zweifacher Hinsicht, nämlich erstens ist sie erst seit  Oktober 2000 mit der Publikation des Rassestandards (Nr. 345) durch die FCI offiziell anerkannt und zweitens in Deutschland als der Klub für Terrier  dann ab Anfang 2001 die züchterische Betreuung der Rasse im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) übernommen hat. 

Laut Klassifikation der FCI gehört der JRT zur Gruppe 3 (Terrier), Sektion 2 (Niederläufige Terrier – mit Arbeitsprüfung); „Verwendung: Ein guter Arbeitsterrier mit der Fähigkeit, einzuschliefen; ausgezeichneter Begleithund“.

Zwei wesentliche Aspekte aus dem offiziellen Standard sind einleitend noch von Bedeutung: „Ursprung: England, Entwicklung: Australien“.
Ausschnitt aus einem Gemälde von Albert Clark aus dem Jahre 1878

Damit kommen wir zur Geschichte dieser Rasse, denn diese ist natürlich schon viel älter als die Anerkennung. Auch hierzu eine kurzes Zitat aus dem Standard: „Der Jack Russell Terrier entstand in den Jahren nach 1800 in England dank der Bemühungen des Reverend John Russell. Er entwickelte eine Linie von Foxterriern, die ... unterirdisch Füchse und andere Beutetiere aus ihren Bauten sprengen konnten. Es entwickelten sich zwei Varianten mit in ihren Grundzügen ähnlichen Standards, jedoch einigen Unterschieden vor allem in der Größe und den Proportionen. Der größere, quadratischer gebaute Hund ist als der „Parson Russell Terrier“ bekannt, der kleinere, etwas länger proportionierte Hund ist der „Jack Russell Terrier“.“ 

Das heißt, die  „Russell Terrier“ haben weitgehend eine gemeinsame Geschichte, nachzulesen im Sonderheft des Klubs für Terrier„Der Terrier“ Nr. 4/1998 von Eva Struck.

Die eigene Geschichte des niederläufigen „Russell Terriers“ beginnt 
am 1. Januar 1991
, denn seit dieser Zeit werden in Australien zwei Rassen, nämlich der größere Schlag, der “Parson (Jack) Russell Terrier“ und der kleinere Schlag, der „Jack Russell Terrier“ vom Australian National Kennel Council (ANKC) anerkannt. Seit dieser Zeit gibt es also zwei „Russell Terrier“ Rassen. Der Jack Russell Terrier Club of Australia (JRTCA) war bereits 1972 gegründet worden, nachdem der Import von Russell Terriern aus England 1965 begonnen hatte und führt seit dieser Zeit ein eigenes Zuchtbuch.

 Auch bereits im Jahre 1991 knüpften engagierte holländische Jack Russell Terrier Züchter die ersten Kontakte nach Australien wegen der dort schon zu der Zeit guten Population von Jack Russell Terriern, die zu den in Holland vorhandenen Typen passten. Der australische Standard wurde als Leitlinie für die Zucht in Holland übernommen. Die Rasse wurde dann 1999 vom Raad van Beheer in Holland anerkannt. Am 14. Juni 2000 wurde dann der Verein „Nederlandse Vereniging Jack Russell Terrier (NVJRT)“ vom Raad van Beheer anerkannt und der australische Standard offiziell bis zum Erscheinen eines FCI Standards übernommen.

 1999 wurde die Rasse „Jack Russell Terrier“ ebenfalls bereits in Irland anerkannt. Irland führte dann auch die Initiative zur Anerkennung durch die FCI auf der Basis des in Australien entwickelten Standards. Dies war dann auch von Erfolg gekrönt, wobei der australische Standard im wesentlichen übernommen wurde. Die positive Wirkung Irlands bei dieser Entwicklung wird auch dadurch deutlich, dass der irische Kennel Club die siebzehn Seiten umfassende „Interpretation des Standards „Jack Russell Terrier“ herausbrachte.

Der Jack Russell Terrier ist ein kleiner, robuster und sehr intelligenter Arbeitsterrier, der auch hervorragend als Familienhund geeignet ist, da er sehr verschmust ist und gerne spielt. Wegen seines starken Jagdtriebes stellt er  jedoch erhöhte Anforderungen an die erforderliche Erziehung.

 

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Stand: 08. Mai 2005