Neu ist diese
Rasse nur in zweifacher Hinsicht, nämlich erstens ist sie erst seit Oktober 2000 mit der Publikation des Rassestandards (Nr. 345) durch die FCI
offiziell anerkannt und zweitens in Deutschland als der Klub für Terrier
dann ab Anfang 2001 die züchterische Betreuung der Rasse im Verband für das
Deutsche Hundewesen (VDH) übernommen hat.
Laut Klassifikation der FCI gehört
der JRT zur Gruppe 3 (Terrier), Sektion 2 (Niederläufige Terrier – mit Arbeitsprüfung);
„Verwendung: Ein guter Arbeitsterrier mit der Fähigkeit, einzuschliefen;
ausgezeichneter Begleithund“.
Zwei wesentliche Aspekte aus dem offiziellen
Standard sind einleitend noch von Bedeutung: „Ursprung: England, Entwicklung:
Australien“.
Damit kommen wir zur
Geschichte dieser Rasse, denn diese ist natürlich schon viel älter als die
Anerkennung. Auch hierzu eine kurzes Zitat aus dem Standard: „Der Jack Russell
Terrier entstand in den Jahren nach 1800 in England dank der Bemühungen des
Reverend John Russell. Er entwickelte eine Linie von Foxterriern, die ...
unterirdisch Füchse und andere Beutetiere aus ihren Bauten sprengen konnten. Es
entwickelten sich zwei Varianten mit in ihren Grundzügen ähnlichen Standards,
jedoch einigen Unterschieden vor allem in der Größe und den Proportionen. Der
größere, quadratischer gebaute Hund ist als der „Parson Russell Terrier“
bekannt, der kleinere, etwas länger proportionierte Hund ist der „Jack
Russell Terrier“.“
Das heißt, die
„Russell Terrier“ haben weitgehend eine gemeinsame Geschichte,
nachzulesen im Sonderheft des Klubs für Terrier„Der Terrier“ Nr. 4/1998 von
Eva Struck.
Die eigene Geschichte
des niederläufigen „Russell Terriers“ beginnt
am 1. Januar 1991, denn seit dieser
Zeit werden in Australien zwei Rassen, nämlich der größere Schlag, der
“Parson (Jack) Russell Terrier“ und der kleinere Schlag, der „Jack Russell
Terrier“ vom Australian National Kennel Council (ANKC) anerkannt. Seit dieser
Zeit gibt es also zwei „Russell Terrier“ Rassen. Der Jack Russell Terrier
Club of Australia (JRTCA) war bereits 1972 gegründet worden, nachdem der Import
von Russell Terriern aus England 1965 begonnen hatte und führt seit dieser Zeit
ein eigenes Zuchtbuch.
Auch bereits im Jahre
1991 knüpften engagierte holländische Jack Russell Terrier Züchter die ersten
Kontakte nach Australien wegen der dort schon zu der Zeit guten Population von
Jack Russell Terriern, die zu den in Holland vorhandenen Typen passten. Der
australische Standard wurde als Leitlinie für die Zucht in Holland übernommen.
Die Rasse wurde dann 1999 vom Raad van Beheer in Holland anerkannt. Am 14. Juni
2000 wurde dann der Verein „Nederlandse Vereniging Jack Russell Terrier (NVJRT)“
vom Raad van Beheer anerkannt und der australische Standard offiziell bis zum
Erscheinen eines FCI Standards übernommen.
1999 wurde die Rasse
„Jack Russell Terrier“ ebenfalls bereits in Irland anerkannt. Irland führte
dann auch die Initiative zur Anerkennung durch die FCI auf der Basis des in
Australien entwickelten Standards. Dies war dann auch von Erfolg gekrönt, wobei
der australische Standard im wesentlichen übernommen wurde. Die positive
Wirkung Irlands bei dieser Entwicklung wird auch dadurch deutlich, dass der
irische Kennel Club die siebzehn Seiten umfassende „Interpretation des
Standards „Jack Russell Terrier“ herausbrachte.
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Der Jack Russell Terrier ist ein kleiner,
robuster und sehr intelligenter Arbeitsterrier, der auch hervorragend als
Familienhund geeignet ist, da er sehr
verschmust ist und gerne spielt. Wegen
seines starken Jagdtriebes stellt er
jedoch erhöhte Anforderungen an die erforderliche Erziehung.
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