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Dalmatiner
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Aus der Entwicklungsgeschichte der Dalmatiner

 Über die Herkunft des Dalmatiners
gibt es viele Vermutungen.  Zeichnungen
von dalmatinerähnlichen Hunden wurden schon
aus der Zeit um 2000 v. Chr. in altägyptischen
Pharaonengräbern gefunden. Es kann angenommen
werden, dass diese Hunde über den Nahen Osten
und die Türkei auf den Balkan nach Dalmatien gelangten.
Jedenfalls wird heute nach dem FCI Standard 
Dalmatien als Ursprungsland genannt.

In allen Jahrhunderten tauchen dalmatinerähnliche Hunde auf Skizzen und Gemälden unter den verschiedensten Namen wie z. B. Tigerhund, Bengalische Bracke oder Hasenhund auf. Häufig sind die Ohren kupiert oder sie haben einen Stummelschwanz oder eine Ringelrute. Sie werden dargestellt als Beschützer, Jagd- oder Kriegsbegleiter. Im Jahre 1791 schrieb Thomas Bewick in seinem Buch „History of Quadrupeds“ erstmalig von einem Dalmatinerhund und 1803 entstand von Reinagle gezeichnet das Bild „The Coach Dog“. Es zeigt einen kräftigen und doch eleganten Dalmatinerrüden, der durchaus heute noch  konkurrieren könnte, trotz seiner kleinen Schönheitsfehler. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war der Dalmatiner fast weltweit verbreitet. Besonders beliebt war er in England. 

Wegen seiner eleganten Erscheinung und auffälligen Farbe wurde der „Spotted Dog“ zum beliebten Kutschenbegleithund. Nachts schlief er in den Ställen und bewachte Pferde und Kutschen. Der berühmteste Kutschenhund ist der „Hund von Brighton“, der 1851 lebte. Oft lief er die Strecke von London nach Brighton neben der Kutsche acht Tage hintereinander (einfache Entfernung 74 Meilen). Eines Tages wollte der Kutscher den Hund auf dem Wagen mitfahren lassen. Der lauffreudige Dalmatiner sprang jedoch herunter, fiel zwischen die Räder und wurde tödlich verletzt. Die Liebe zu den Pferden ist auch heute noch fest im Dalmatiner verankert.

An Amerika war der Dalmatiner seinerzeit als sogenannter „Firehouse-Dog“ sehr beliebt. Er lief bei den Löscheinsätzen bellend vor den pferdegezogenen Löschfahrzeugen her um den Weg frei zu machen. Er ist heute dort noch das Maskottchen der Feuerwehr und fährt häufig im Auto mit zu den Einsätzen.

Der Dalmatiner – Ein Hund für mich?

Der Dalmatiner ist kein Hund für Stubenhocker. Er ist ein Laufhund und möchte zu Fuß, am Fahrrad oder am Pferd bewegt werden. Durch sein kurzes Fell ist er äußerst pflegeleicht aber er haart im Fellwechsel genauso wie jede andere Hunderasse. Verschmust, verspielt und kinderlieb möchte er gern in der Nähe seiner Menschen sein. Das dalmatinertypische „Grinsen“ zeigt seine stets gute Laune und Fröhlichkeit. Ob Agility, Obidience, Begleithund-, Fährtenhund- oder Rettungshundausbildung oder auch im Jagdeinsatz – der Dalmatiner ist ein Allrounder an dem man ein langes Hundeleben lang seine Freude hat.

 

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Stand: 23. März 2004